Die Nachkriegszeit im Gespräch: Jean-Marc Lamunière (19.4.2011)



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Jean-Marc Lamunière (*1925) studierte Architektur an der Universität in Florenz und eröffnete 1952 zusammen mit Pierre Bussat sein eigenes Büro in Genf. 1973 wurde er Professor an der eidgenössischen Hochschule in Lausanne und gründet dort 1987 zusammen mit Jacques Gubler das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (ITHA), das er bis 1992 leitete. Zuvor hatte sich seit 1967 zwischen ihm und Louis Kahn ein kontinuierlicher Austausch durch wiederholte Einladungen an die Universität in Pennsylvania etabliert. Die meisten Bauten realisierte er in Genf und Umgebung, darunter das Wohn- und Geschäftshaus in Lancy (1961–1965), das Archiv und Gewächshaus des botanischen Gartens (1967–1972 und 1979–1987), die Villa Dussel (1969–1974) sowie das Wohnhaus am Quai Gustave-Ador (1978–1984); weiterer Schlüsselbau seines Werkes ist das Zentrum für Information und Grafik in Lausanne (1957–1961). Seine Zeichnungen und Aquarelle wurden international ausgestellt, unter anderem auf der Architekturbiennale in Venedig (1980). Seine Haltung zur Architektur vereinigt Rationalismus und Klassizismus und verteidigt den Status des Architekten als Künstler.


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Prof. Dr. Laurent Stalder