Seminar
Infrastrukturlandschaften: Artefakte- ein Forschungsseminar zur Schweiz

Seminar
Dozierende : Ass.- Prof. Dr. Laurent Stalder, Anne Kockelkorn, Dr. Georg Vrachliotis
Zeit : Do 17:00-19:00
Ort : HIL E5
 



Die Schweiz besitzt eines der weltweit dichtesten Infrastrukturnetze. Netzwerke gelten als räumliche Organisationsformen zur Produktion, Verteilung und Kommunikation von materiellen oder symbolischen Objekten und setzten sich aus Knoten und Verbindungen zusammen. Ob Verkehrssysteme, Kommunikationssyteme oder Versorgungssysteme - in ihrem Aufbau entziehen sich Netzwerke unserer bewussten Wahrnehmung. Sie sind gewissermaßen ‚unsichtbar’. Die Stellen, an denen Netzwerke jedoch zusammenfinden und erfahrbar werden, sind die unzähligen Verbindungspunkte und Knoten, Orte der Überlagerung, der Verdichtung, des Umsteigens. Dort entstehen hybride Artefakte zwischen Architektur, Organisation und Infrastruktur: Autobahnraststätten, Tankstellen, Motels, Tramhaltestellen, Parkhäuser, Fahrradstationen, Autobahnkreuze, Elektrizitäts-werke, Tunnelanlagen, Wassertürme, Kanalisationssysteme, Verkehrsüberführungen. Doch wie nehmen wir diese Knotenpunkte wahr? Was für architektonische und städtebauliche Eigenschaften haben diese Artefakte? Und welche politische, technische und ästhetische Rolle spielten die einzelnen Knoten für die Infrastrukturgeschichte der Schweiz?
Das Seminar ist als Forschungsseminar konzipiert. Hauptaufgabe ist die Erarbeitung eines Vortrags über einen Netzwerkknoten sowie das Lesen und Diskutieren ausgewählter Texte zur Architektur- und Kulturgeschichte der Schweiz.








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Textmaterial zu den Sitzungen vom 03.-17. März 2011