Schwellenatlas

Laurent Stalder, Elke Beyer, Kim Förster, Anke Hagemann (Hg.)
Sondernummer Archplus 191/192, 2009

Der vorliegende Schwellenatlas ist – in inhaltlicher und ironischer Abgrenzung zum üblichen Genre bautechnischer Kompendien – endlich das umfassende Handbuch zur gebrauchsorientierten, jedoch kulturell und geschichtlich reflektierten Gestaltung von baulichen Ein-, Aus-, Durch- und Übergängen. Wann wird bei Entwurfsentscheidungen schon je in Betracht gezogen, wie ein automatischer Türschließer seine Nutzer diszipliniert, wie biometrische Zugangskontrolle den Körper fragmentiert oder was Spiegelglas über den Spätkapitalismus aussagt? Dabei verrät eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen konkreter architektonischer Bauteile und technischer Gegenstände einiges über die Konventionen und Bedingungen gegenwärtigen Bauens. Ausgehend von spezifischen Bauteilen und technischen Apparaturen der Schwelle nehmen die Autorinnen und Autoren unterschiedliche Diskursfelder des Übergangs in den Blick, die das Verhältnis zwischen Innen und Außen gedanklich fassen und gleichzeitig die architektonische Praxis mitbestimmen. Welchem Wandel unterliegt die Konstruktion und Bedeutung baulicher Schwellen und wie verändern sie konventionelle Raumauffassungen?


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Prof. Dr. Laurent Stalder