Silvan Blumenthal

Die Entstehung des Inventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS). Über den Umgang der Schweiz mit ihrem Raum.



Die Arbeiten zum Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz begannen im Jahr 1973. Im Auftrag des Bundes machte sich ein Team junger Architekten unter der Leitung der Architektin Sibylle Heusser-Keller daran, die Ortsbilder der Schweiz zu erfassen. Über Jahrzehnte entstand so ein imposantes Inventarwerk, das ein spezifisches – und auch rechtskräftiges – Wissen zu den Siedlungen der Schweiz versammelt.
Die Dissertation nimmt die Entstehung dieses Inventars zum Ausgangspunkt für die Erkundung jener Jahrzehnte, in denen der Raum zum Gegenstand der Bundespolitik wird. Durch die Betrachtung verschiedener Momente der Entstehung des ISOS – von den 1950er bis in den 1970er Jahren – will die Dissertation sichtbar machen, wie die Schweiz mit ihrem Raum umging und damit die Grundlage legte für die Art und Weise, wie sie heute mit ihm umgeht.