Ecocriticism: Architektur in der (Klima-)Krise

Seminar Architekturkritik (052-0815-22)
Veranstalter: Professur Stalder
Dozierende: Antje Stahl
Zeit: Freitags, 11:45-13:30 Uhr
Ort: HCP E 47.1
 


Der neue ökologische Imperativ zwingt nicht nur Architekten dazu, ihre Entwürfe in Einklang mit einer nachhaltigen Bauweise zu bringen. Auch die Architekturkritik muss sich neue Kriterien erarbeiten, um die Beziehung zwischen Bauten und Umwelt ins rechte Licht zu rücken. Der Planet Erde ist on fire – und es ist Aufgabe der Architekturkritik, Umweltsünder zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen.

Architektur besteht ja nicht nur aus hübschen oder hässlichen Fassaden. Sie entsteht unter ganz bestimmten ökonomischen Voraussetzungen und sozialpolitischen Machtverhältnissen, es werden Rohstoffe in grossem Stil abgebaut und Arbeitskräfte eingesetzt aus aller Herren Länder. Heute ahnen viele, dass auf diese Weise unzählige Verbrechen begangen wurden (und werden), aber kaum jemand nimmt sich die Zeit, sie systematisch aufzudecken. Im Seminar “Ecocriticism: Architektur in der (Klima-)Krise” werden Ansätze erarbeitet, das zu ändern.

In Zusammenarbeit mit The Emilio Ambasz Institute for the Joint Study of the Built and the Natural Environment des New Yorker Museum of Modern Art wurde ein umfassender Reader zusammengestellt, der Ecocriticism (dt. Ökokritik) in der Architekturgeschichte verortet und theoretische Grundlagen vermittelt. Außerdem werden namhafte Journalisten in das Handwerk der Investigativ-Recherche einführen. TeilnehmerInnen dieses Seminars sind schliesslich aufgefordert, im Verlauf des Semesters eigene Kritiken ausgewählter Bauten zu verfassen – und diese im besten Fall auch zu veröffentlichen.



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Antje Stahl