Focus Work
Josef Negri - eine Lebensgeschichte während den Strömungen der Schweizer Nachkriegsarchitektur. Ein Gespräch zwischen Grossvater und Enkel

Focus Work
Sascha Gsell
2021
 



Diese Vertiefungsarbeit zeigt den biografischen Weg von Josef Negri als Architekt der Nachkriegszeit auf. Negri ist in dieser Arbeit nicht nur als Architekt, sondern in diesem Falle für mich als Autor auch als Nonno von spezieller Bedeutung. In ausführlichen Gesprächen zwischen Grossvater und Enkel haben wir eine Position seiner Architektur in der Geschichte und in ihrem jeweiligen historischen, sozialen und politischen Kontext erörtert.

Diese Gespräche beziehen sich auf fünf Ankerpunkte. Welche Chancen haben die Kinder italienischer Gastarbeiter bei der Suche nach einer Lehrstelle? Welche Themen bewegen Nonno zum Beginn seines Schaffens während der Expo64 unter der Federführung von Tita Carloni? Wie gründet man sein eigenes Büro? Wie formt das Wettbewerbswesen die Struktur dieses Büros? Und welche zuvor diskutierten Strömungen der Schweizer Nachkriegszeit sind in der Architektur Negri’s ablesbar? Diese letzte Frage besprechen wir vor allem unter Anbetracht einiger erfolgreicher Kirchenwettbewerbe, sowie dem gewonnenen Wettbewerb der Dreifachturnhalle Kreuzfeld in Langenthal.

Die in dieser Arbeit gewählte Methode Oral History verfolgt eine doppelte Subjektivität, indem einerseits Nonno von Inspirationen spricht und aufzeigt, wo er diese in seiner Architektur für sichtbar hält, und anderseits meiner Einschätzung nach deren Beurteilbarkeit.

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Dr. Rainer Schützeichel